Vier lange Jahre im Keller sind genug - und immer wieder der Spruch "Ersatzteilspender". Einem Berliner mit der Rahmen- Nr. 8740, Bj. 1959 sollte man mit ein wenig mehr Respekt gegenübertreten. Und anlässlich des 50. Geburtstages, den wir am 16.07.2009 (Tag der Erstzulassung) feiern werden, ist es nun allerhöchste Zeit, den Roller in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Gesagt - getan, so haben wir im Januar angefangen und das Ergebnis nach nur 2 Wochen ist doch schon sehr respektabel:
Der Rahmen ist entrostet, angeschliffen, grundiert und in einem hochglänzenden schwarz lackiert. Die Felgen sind gereinigt und mittels "Elsterglanz" wieder richtig hübsch geworden. Leider sind es keine genieteten, das werden wir aber bei passender Gelegenheit mal ändern.
Weitere Aluteile, wie Kettenkasten, Haubenträger, Achshalter und Bremshalter sind ebenfalls wieder salonfähig und ein paar Kleinigkeiten wie der Lampenring und zwei- drei Staubkappen sind mittlerweile beim Verchromer.
Die fertigen Teile haben wir einfach mal zusammengewürfelt und selbst ohne viel Fantasie sieht das Ganze schon fast wieder aus wie ein Roller;-)
Der Thematik Sitzbank und Reserveradabdeckung hat sich Peter angenommen. Zur Schablonenerstellung hat er seiner Fantasie hier mal freien Lauf gelassen und überzeugt, wie gewohnt, mit Spitzenqualität. Unsere Farbwahl wird eine andere sein, passend zur Lackierung in schwarz und cremeweiss.
Unser Finanzverwalter Oli checkt in regelmäßigen Abständen das Buget:-)))
Monsterbacke Peter Theobold

... und die Demontage geht weiter: jetzt geht es der Vorderradgabel an den Kragen;-)
.... und bevor der Lackierer die Kriese bekommt, haben wir den Lampenhalter und das vordere Schutzblech vom 50 Jahre alten Dreck befreit.
... einfach herrlich diese Vorher- Nachher-Effekte....
Aus 3 Armaturenbrettern haben wir das Schönste ausgewählt und selbst die Kontrolleuchten und die Chromringe waren bereits irgendwann mal gekauft worden.
Neues von Peter gibt es auch. Dem 61er haben wir auch gleich eine neue Garnitur verpassen lassen.
... einen Namen hat er mittlerweile auch: "Onkel Olli" wird er nun genannt, macht auch Sinn, denn der letzte Besitzer hieß Oliver und unser Nachbarsbub, der das Alles mit Begeisterung verfolgt, hört ebenfalls auf diesen Namen - oder auch nicht;-)))
.. der wird natürlich auch wieder hübsch gemacht und wenn es soweit ist, wird hier ein "schwarzer" Teddybär Platz nehmen dürfen:-)))
Wir können es einfach nicht lassen, das provisorische Zusammenbauen immer dann, wenn etwas Neues, Altes hinzu gekommen ist: hier einmal mit Kindersitz (ist ein Originaler aus Familienbesitz) und einmal mit angeschraubter Reeling (Danke - Herr Blumenthal für die massgenaue Skizze in Ihrem Buch).
Das Werkzeugfach wird aufgearbeitet und beide Tachos aus Marios Teilesammlung ebenfalls - welcher es später wird, wissen wir noch nicht.
Und hier noch ein Gruppenfoto bevor die Teile morgen den Weg zum Lackierer nehmen. Einen Linierer haben wir auch aufgetan, denn Klebefolie zu verwenden, wäre dann wohl doch ein Stilbruch.
Die verchromten Teile sind wieder da:-)) und der Lackierer war auch schon fleissig. Jetzt nur noch abkleben und das Perlweiss draufdüsen.
..wenn der Klarlack richtig trocken gewesen wäre, dann hätte ich alles gleich mitgenommen :-)))
Aber jetzt gehts ans Zusammenschrauben - ist das spannend;-)))
Björn und Yvonne aus Bad Lausick haben sich zwischenzeitlich erfolgreich schwer am Motor zu schaffen gemacht.
... und nu isser fertig....
Ein wenig stolz sind wir schon nach 13 Wochen schrauben, putzen, pinseln, schrubben, polieren und montieren.
Fast könnte man meinen Restaurieren steckt an, aber ganz so ist das nicht. Unsere Frankfurter (am Main!) Rollerfreunde haben ihrem "der Möhre" das ja schon kurz nach dem Erwerb angedroht;-) ... So ziemlich zeitgleich haben sie auch losgelegt: